(Ein Gedicht von Fritz Aneder -
verfasst nach der Sunderburggrabung im September 2006)
Wer gräbt denn da im Wald herum - eine Gruppe ält'rer Herren,
Sie wühlen in der Erde 'rum und wollen ihr Wissen mehren.
Es ist aus Bruck der Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte.
Und wenn sie was gefunden haben, schreiben sie Berichte.
Auch ein paar Damen sind dabei, beim Sieben und beim Graben
Und sind dabei erpicht darauf, auf uns'rer Vorfahr'n Gaben.
Sie helfen fleißig mit, den Boden zu durchpflügen.
Doch meistens muß man sich - mit Kreuzweh nur begnügen.
Wenn dann Fortuna gnädig ist und läßt sie mal was finden,
So hört man sie mit Jubelschrein das lauthals gleich verkünden.
Auch wenns nur alte Knochen sind und ein paar kleine Scherben,
Sie hoffen drauf, der Kundige wird die Freude nicht verderben.
Ist die Kampagne dann vorbei, die Löcher wieder zugefüllt,
Sie habens wieder mal geschafft, den Wissensdurst gestillt,
Gehen sie nach Haus mit stolzgeschwellter Brust.
Und wenn sie mal nicht graben können, packt sie schnell der Frust.
Wer sie bei der Arbeit sieht, wie sie den Dreck durchwühlen,
Der weiß nicht was sie dazu treibt und was sie dabei fühlen.
Dem könnte das Verständniss fehlen und es nicht richtig fassen,
Er dreht sich um und denkt dabei, denen fehlen ein paar Tassen.
Doch gäb' es solche Leute nicht und auch nicht ihre Träume,
Leer wären die Vitrinen nur, nichts füllt' Museumsräume.
Fehlte ihr Einsatz und engagiertes Schaffen,
Die Leute blieben dann daheim und hätten nichts zu gaffen.
Ansprechpartner für den Arbeitskreis: Fritz Aneder, Tel. 08141-10241